StEAM

Auf die andauernden Herausforderungen der Energiewende werden weltweit vielfältige technologische Antworten erarbeitet. Als zentraler Baustein eines globalen dekarbonisierten Energiesystems werden dabei vermehrt Wasserstofftechnologien zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Diese sollen unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, zur Dekarbonisierung sowohl des Verkehrs- als auch des Industriesektors (z. B. Stahl, Chemie) entscheidend beitragen. In der bisherigen Forschung bezüglich der zukünftigen Gestaltung der Wasserstoffwirtschaft liegt der Fokus oftmals auf der nationalen Perspektive, beispielsweise in der Optimierung einer innerdeutschen Supply Chain.
 
Im Projekt Sektortransformation im Energiesystem: Analyse und Modellierung möglicher Wasserstoffstrategien (StEAM) soll vertieft untersucht werden, inwiefern Zusammenhänge eines globalen Energiesystems die globale Produktion und Distribution von Wasserstoff beeinflussen. Hierzu soll basierend auf einem bestehenden Open-Source Modell und einem existierenden globalen Stromsystemdatensatz ein globales Energiesystemmodell entwickelt werden, welches sowohl den Stromsektor als auch eine globale Wasserstoffwirtschaft inklusive ihrer Transportinfrastruktur sowie die Nutzung und den Transport weiterer gasförmiger Energieträger abbildet. Das entwickelte Modell soll die Bewertung der Einbettung der deutschen Wasserstoffstrategie in den internationalen Kontext anhand konsistenter Zukunftsszenarien ermöglichen. Durch eine Anwendungsstudie wird eine Abschätzung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Gestaltungsmaßnahmen der Wasserstoffwirtschaft in verschiedenen modellierten Zukünften vorgenommen. Mithilfe der Nutzung von Methoden des „Modelling to Generate Alternatives“ soll hierbei insbesondere der Möglichkeitsraum verschiedener, heterogener Wasserstofftransformationspfade ausgeleuchtet werden.

 

 

Ansprechpartner: Dr. Benjamin Böcker, M.Sc. Christopher Jahns,  M.Sc. Dennis Schneider, Dr. Arnd Hofmann, M.Sc. Cornelia Klüter

 

 

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

In Kooperation mit:

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